6. Mai 2015

Rezension: Hellwach von Hillary T. Smith

Dank lovelybooks.de durfte ich ein neues Buch noch vor der Veröffentlichung lesen und möchte Euch dieses nun gern vorstellen.


Infos zum Buch:
  • Genre: Jugendbuch
  • broschierte Ausgabe, 368 Seiten
  • Preis: 14,99 Euro
  • erschienen im FISCHER FJB Verlag, 1. Auflage (23. April 2015)
  • ISBN: 978-3-8414-2157-9

Cover:
Das sehr bunte Cover gefiel mir auf Anhieb. Gerade auch in Verbindung mit dem Titel ist es voll stimmig - so aufgeregt und wach eben. Als ich dann auch das Buch durch hatte, machte das Cover für mich im nachhinein sogar noch mehr Sinn als ich es mir ohnehin schon dachte.

Schreibstil:
Ich bin wirklich schnell in die Geschichte hineingekommen und nur so über die Seiten geflogen. Man konnte es super flüssig lesen, genau soetwas erwarte ich auch von einem Jugendbuch.


Inhalt:
In dem Buch geht es um Kiri. Sie ist süße 17 und Musik, bzw. das Klavierspielen bedeutet für sie alles. Als sie 12 Jahre alt war, verstarb ihre Schwester Sukey. Über dessen Tod wird in ihrer gesamten Familie geschwiegen. In der Geschichte sind Kiris Eltern auf großer Kreuzfahrt und bleiben daher in der gesamten Handlung eher anonym und werden nur am Rande erwähnt. Gleiches gilt für ihren älteren Bruder Denny, der erst zum Ende hin versucht etwas Einfluss auf Kiri auszuüben.
Eines Abends bekommt Kiri einen Anruf von einem älteren Herren namens Doug, der sie mehr oder weniger bittet die Sachen ihrer Schwester, die schon seit 5 Jahren tot ist, abzuholen. Kiri hatte ein enges Verhältnis zu Sukey und ist deshalb sofort losgestürzt, um diesen Mann aufzusuchen. Sie radelt durch die halbe Stadt und muss schließlich mit einem Reifenplatzer aufgeben. Dann trifft sie Skunk, der eine große Rolle neben Kiri in diesem Buch spielt.
Kiri flieht im Laufe des Buches immer wieder in die Musik und nimmt auch Drogen oder kifft. Sie ist nicht mehr sie selbst und das merkt auch ihr Umfeld. Das Schweigen über den Tod von Sukey macht ihr so zu schaffen, dass sie also beschließt alles selbst in die Hand zu nehmen und den Grund über den Tod aufzudecken.


Mein Eindruck:
Die Schlüsselpunkte in diesem Buch sind auf jeden Fall Drogen und deren Auswirkungen. Kiri bekifft sich ständig und ist nicht mehr Herrin ihrer Sinne. Sie isst und trinkt nicht mehr richtig und sie hat aufgehört zu schlafen. Somit ist auch klar, dass der Titel "hellwach" durchaus Sinn macht.
Ein anderer Punkt ist, dass sie in Skunk einen Verbündeten findet und die beiden sich gegenseitig Halt geben. Sie haben viele Gemeinsamkeiten wie die Musik, das Fahrradfahren oder das Alleinsein und helfen sich daher. Außerdem wird einem klar, dass schweigen oder verdrängen nicht gleichzeitig vergessen bedeutet. Kiris Familie hat Sukeys Tod mehr oder weniger ignoriert und Kiri nie die Wahrheit darüber erzählt. Obwohl bereits 5 Jahre vergangen waren, konnte Kiri noch immer keine Ruhe finden.


Mein Fazit:
Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch mehr erwartet habe. Als ich den Klapptext gelesen habe, habe ich auch eine völlig andere Geschichte erwartet. Die ersten 100 Seiten plätscherten eher nur so dahin, ohne das es mal etwas spannender wurde. Erst gegen Ende gab es immer mal wieder ein paar Höhepunkte, wo ich dachte "Na endlich", aber bereits 1-2 Seiten weiter ebbte das wieder ab. Die Thematik des Buches empfinde ich für Jugendliche als passend. Man darf nicht die Augen verschließen und denken, dass es nur eine heile Welt da draußen gibt. Am Ende des Buches wird man als Leser völlig allein gelassen, ohne das es auch nur eine Auflösung gibt, das fand ich persönlich total schade.

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