21. April 2015

Rezension: Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga

Übermorgen erscheint das neue Buch von Jasmine Warga und ich durfte es bereits vorablesen und möchte Euch heute meine Eindrücke mitteilen.
Das Buch "Mein Herz und andere schwarze Löcher" ist in die Jugendliteratur einzuordnen, aber deshalb noch lange nicht auch für Erwachsene lesenswert.


Infos zum Buch:
  • Genre: Jugendbuch
  • gebundene Ausgabe, 384 Seiten
  • Preis: 16,99 Euro
  • erschienen im FISCHER Sauerländer, 1. Auflage (23.04.2015)
  • ISBN: 978-3-7373-5141-6

Cover:
Das Cover ist sehr farbenfroh gestaltet worden und passt eigentlich so gar nicht zum Titel und Inhalt des Buches. Im Grunde genommen sagen die bunten Tupfer rein gar nichts aus, aber trotzdem mag ich es.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist perfekt für junge Erwachsene. Aus der Sicht von Aysel, eine der Hauptprotagonisten, lernt man die gesamte Geschichte kennen. Somit ist auch klar, dass man schnell mit Aysel mitfühlt und mitfiebert. Ich persönlich habe das Buch nur so verschlungen, sodass ich es bereits nach zwei Tagen ausgelesen hatte.

Inhalt:
Aysel ist 16 und lernt über eine Internetplattform den 17-jährigen Roman kennen. Doch diese Internetbekanntschaft ist etwas besonderes, denn sie lernten sich kennen, um gemeinsam ihren Tod zu planen. Aysel ist depressiv und kommt nicht mit der Vergangenheit um ihren Vater klar. Auch Roman plagen Schuldgefühle, denn er macht sich für den Tod seiner kleinen Schwester verantwortlich. Für beide steht fest, dass der Selbstmord für sie der einzige Ausweg ist.


Mein Eindruck:
Zentrale Themen dieses Buches sind ganz klar Depressionen und Selbstmordabsichten. Wer bisher nur wenig oder gar nichts mit diesen Themen zu tun hatte, wird hier in die dunklen Gefühlswelten von Aysel und Roman geführt. Beide leben zurückgezogen und machen die Probleme lieber mit sich selbst aus. Doch mit der Zeit scheint es einen Ausweg zugeben. Beide lernen sich besser kennen und Aysel bemerkt schnell, dass es sich lohnt für das Leben zu kämpfen. Roman hingegen hat tiefe Schuldgefühle und man mag ihn an die Hand nehmen und ihm sagen, dass das Leben lebenswert ist.

Das Buch bietet im Grunde zwei Spannungsbögen. Man erfährt als Leser bereits am Anfang, dass sich beide Hauptprotagonisten für einen Suizid verabreden und man erfährt auch vom Mord von Aysels Vater an einem jungen Mann. Weshalb der pychischkranke Vater von Aysel den Jungen umgebracht hat, erfährt man jedoch auch erst am Ende des Buches. Zugleich wird auch so erst klar, welche konkreten Selbstmordabsichten Aysel hatte.



Mein Fazit:
"Mein Herz und andere schwarze Löcher" ist auf jeden Fall lesenswert. Ich würde sogar sagen, dass man es gelesen haben muss. Die Themen Depression und Selbstmord sind leider in der heutigen Zeit immer wieder Thema, auch wenn sie nicht offen thematisiert werden, sondern die Betroffenen sich oft zurückziehen. Im Verlauf der Handlung fiebert man mit Aysel und Roman mit - Angst, Hoffnung, Freude und Trauer begleiten einen ständig und gerade deshalb kann ich Euch das Buch nur ans Herz legen.

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