28. Dezember 2014

Im Test: Netgear R7500 Nighthawk X4 AC2350-Smart WLAN-Gigabit-Router - unsere Erfahrungen

Ihr wollt noch mehr Speed in Eurem Heimnetzwerk erreichen? - Dann ist der Netgear R7500 Nighthawk X4 WLAN-Gigabit-Router vielleicht genau das Richtige für Euch. Wir haben das Gerät einmal für Euch ausgepackt und getestet.
 
Netgear R7500 Nighthawk X4 AC2350-Smart WLAN-Gigabit-Router - Karton
Lieferumfang
  • Netgear R7500 Nighthawk X4 AC2350-Smart WLAN-Gigabit-Router,
  • 4 Antennen,
  • 1 Netzwerkkabel,
  • 1 Netzteil,
  • 1 Bedienungsanleitung und eine Software CD.
Lieferumfang des Routers
Nicht nur der Karton macht eine Menge her, sondern auch der Router an sich ist schon sehr space-ig mit seinen 4 Antennen und der kantigen Form. Er erinnert uns eher an ein Raumschiff aus Star Wars oder anderen einschlägigen Filmen als an einen handelsüblichen Router. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, da es sondern vielmehr als eine Art Wiedererkennungsmerkmal dient.

Anschlüsse und Optik

Frontansicht
An allen Seiten des Router befinden sich Lüftungsschächte für die Kühlung der Hardware. Da der Router über einen 1,4 GHz Dual Core Prozessor verfügt, sollte die Kühlung auch nicht unterschätzt werden. Das Ganze läuft zudem noch als Passivkühlung, was eine gute und vor allem leise Lösung ist. Man sollte nur darauf achten, dass die Lüftungsschächte nicht zugestellt sind - der Router sollte freistehen oder -hängen.

LED-Verbindungsanzeigen für verschiede aktive Anschlüsse
Die Vorderansicht des Routers ist schon sehr markant. Die LED-Anzeigen im unteren Bereich leuchten auf und geben die Routeraktivitäten an.


Rückansicht
An der Rückseite des Gerätes befinden sich letztendlich verschiedenstene Anschlüsse, die ein Router haben muss. So sieht man von links nach rechts:
  • On/Off-Schalter für die LED-Anzeige (so lässt sich die Diskobeleuchtung abschalten - das Gerät läuft trotzdem),
  • Reset-Taster,
  • Antennensteckplatz 1,
  • 4 mal LAN-Anschluss,
  • 1 Internetanschluss um den Router mit einem Modem zu verbinden,
  • Antennensteckplatz 2,
  • Netzteilanschluss und 
  • Power-Knopf.

Seitenansicht links
Auch hier befinden drei Anschlüsse: ein weiterer Antennensteckplatz sowie zwei USB3-Steckplätze.

Seitenansicht rechts
Und zu guter Letzt die rechte Seite, die neben einem vierten Antennensteckplatz auch noch über einen eSATA-Anschluss verfügt. Mit dem eSATA-Anschluss kann man noch weitere externe Geräte anschließen wie z.B. eine externe Festplatte.

Komplettansicht des aufgebauten Netgear R7500

Installation des Gerätes

Für den Aufbau und die Installation des Gerätes haben wir uns zunächst die Bedienungsanleitung zur Hand genommen und wollten uns vorab das Installationsvideo des Herstellers (über einen QR-Code) ansehen. Kurz darauf, die Ernüchterung - die Seite konnte nicht gefunden werden. Also sind wir nach Handbuch und eigenem Wissen vorgegangen und haben Schritt für Schritt den Router mit dem Modem und unseren Geräten verbunden.

Abruf des Installationsvideos war leider nicht möglich
Zuerst haben wir dazu den Router per Netzkabel am Strom angeschlossen. Anschließend wurde der Router mit unserem Modem verbunden.

Anschluss des Routers ans Stromnetz und Verbindung mit dem Modem
Da wir u.a. einen Desktop-PC haben, der keinen WLAN-Adapter besitzt, wurde auch dieser mittels Netzwerkkabel an den Router angeschlossen

LAN-Port 1 für die Verbindung mit unserem Desktop-PC
Des Weiteren gibts es in unserem Haushalt ein kleines NAS,eine netzwerkfähige Festplatte, die ebenfalls eine LAN-Verbindung zum Router benötigt. Der Router lässt sich so, mit bis zu maximal vier kabelgedundenen Geräten, verbinden.

Alles fertig angeschlossen!

An dieser Stelle ist der Router nun vollständig funktionsfähig und einsatzbereit. Man hat als Anwender allerdings auch noch weitere zwei Möglichkeiten, die uns zum nachfolgendem Punkt führen.

Funktionsumfang

Per Weboberfläche lässt sich u.a. auf den Router zugreifen. Dort haben wir als allererstes das Passwort unseres Routers personalisiert. Netgear stellt auch noch zur weiteren Einrichtung "Netgear genie"als Softwarepaket bereit. Dieses haben wir auf all unseren Endgeräten installiert, um bspw. Daten größerer Mengen, schneller und einfacher über das Heimnetz zu verschicken. Außerdem konnten wir statische IP-Adressen für bestimmte Endgeräte festlegen. So besitzt unser NAS und der netzwerkfähige Drucker eine feste Adresse im Heimnetz, da so IP-Adressenkonflikte vermieden werden, wenn andere temporäre Geräte eine Verbindung mit dem Router aufbauen. Ein nettes Feature ist auch die Netzwerkübersicht, in der man alle verbundenen Geräte sieht. Wahlweise kann man sich über jede Neuverbindung eines Gerätes informieren lassen um so immer den Überblick der Netzwerkumgebung zu haben

Netzwerkübersicht mit allen angeschlossenen Geräte und der Dateiübertragungsmöglichkeit
Gut gefällt uns die Verwendung des 5 GHz Netzes. In diesem Netz sind theoretisch 1733 Mbps möglich, was einer Geschwindigkeit von rund 215 MB/s entspricht. Praktisch erreichen wir hier leider nur um 36 MB/s  - trotzdem noch eine große Verbesserung zu unserem alten Router. Es liegt vermutlich an den Netzwerkadaptern, die in den jeweiligen Endgeräten verbaut sind. Um die Geschwindigkeit einmal aufzuzeigen, haben wir mit dem alten und neuen Router die gleiche Datei auf unser NAS verschoben. Die beiden Bilder zeigen die Geschwindigkeit im 5 und 2,4 GHz Netz.

Vergleich: Geschwindigkeit im 5 GHz (links) und 2,4 GHz (rechts) Netz

Dank der "Netgear genie"-App ist die Übertragung von Daten noch einfacher und schneller auf mobile Endgeräte als bspw. die Nutzung der Dropbox. Auch hier lassen sich wieder verschiedene Einstellungen machen, eben so, wie man es auch von der Desktopvariante kennt.

Netgear genie App - Nutzeroberfläche

Probleme, die bei unserem Test aufgetreten sind:
  • Beim Anschluss von USB-Speichergeräten wurde aus unerklärlichen Gründen die Internetverbindung getrennt. 
  • Im Verlaufe der Nutzung bricht die Geschwindigkeit innerhalb des Netzes ein. Das Ganze macht sich so bemerktbar: wenn man das Gerät bzw. die PCs anmacht, dann liegt volle Geschwindigkeit an und mit der Zeit verringert sich diese.
  • Die versprochene Geschwindikeit von 1733 Mbps haben wir leider zu keinem Zeitpunkt erreicht. Durschnittlich konnten wir lediglich 330 Mbps (egal ob kabelgebunden oder drahtlos) nutzen.

Unser Fazit:
Für den normalen Nutzer, der surft, E-Mails verschickt, Online Banking macht, etc, ist der Netgear Router unserer Meinung überdimensioniert. Vor dem Hintergrund, dass in der heutigen Zeit aber immer mehr Streaming-Dienste auf den Markt kommen und angeboten werden, eignet sich der Router gerade für diese Zwecke sehr gut. Da auch wir bekennende Streaming-Fans sind, nebenbei surfen und allgemein online viel unterwegs sind sowie im Heimnetzwerk mehrere Daten hin- und herschieben, können wir die Leisung des Gigabit Routers eher ausschöpfen. Außerdem besitzen wir mehrere Endgeräte, die wir auch super miteinander vernetzen und bspw. so problemlos eine spontane Diashow auf dem Smart-TV für die Großeltern veranstalten können, ganz ohne Aufwand. Preislich liegt der Netgear R7500 bei 229 Euro (UVP des Herstellers) - für Einsteiger, bzw. für den normalen häuslichen Gebrauch ist dieser Router eher überflüssig, da man nicht das volle Potential ausschöpfen würde. Für stark vernetzte Haushalte, WGs oder auch kleine Betriebe ist der Router jedoch eine feine Sache.

Das Produkt wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar:

  1. Sehr interessant! Ich habe schon lange eine Fritzbox mit der ich bislang auch immer zufrieden war. Aktuell muckt sie ein wenig rum, vielleicht sollte ich mal wechseln....

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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